Aufklärungspflicht des Hausverkäufers bei Asbestfassade

Der Bundesgerichtshof hat mit Urteil vom 27.03.2009, jetzt veröffentlicht in NJW 2009, 2120, entschieden, dass ein Hausverkäufer verpflichtet ist, den Käufer über das Vorhandensein einer asbesthaltigen Fassade aufzuklären. Dies gelte auch dann, wenn kein konkreter Sanierungsbedarf vorhanden sei. Unterläßt der Verkäufer die Aufklärung, kann der Käufer Gewährleistungsansprüche (Minderung, Rücktritt, Schadensersatz) geltend machen. Sind Asbestbaustoffe verbaut, unterliegt der Hausverkäufer also einem erheblichen Risiko. Hinweise an den Käufer müssen unbedingt im notariellen Vertrag dokumentiert werden, um eine spätere Inanspruchnahme zu verhindern.

Tags: , ,

Comments are closed.