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Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht

Mittwoch, März 10th, 2010

Rechtliche und medizinische

Aspekte

Donnerstag   25.03.2010 um 19.00 Uhr

im Foyer der Rudolf-Wild- Halle

69214 Eppelheim

Inhalte des Vortrages:

  • Abgrenzung zwichen Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung und Betreuungsverfügung
  • Wichtige Neuerungen durch das 3. Gesetz zur Änderung des Betreuungsrechts vom 29.07.2009
  • Reichweite und Verbindlichkeit
  • Vorteile
  • Risiken und Bedenken
  • Gestaltung  und Formerfordernis
  • Umsetzung von Vorsorgevollmachten und Patientenverfügungen in der ärztlichen Praxis
  • Praktische Fallbeispiele
  • Ärztliche und rechtliche Aspekte

Ablauf:

  • Vortrag mit praktischen Hinweisen,
  • Gelegenheit im Anschluss Fragen der Teilnehmer zu beantworten

Zielgruppe:

  • Interessierte aller Alters- und Berufsgruppen , Betroffene, Angehörige

Warum Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung oder Betreuungsverfügung  ?

Es ist ein weit verbreiteter Irrtum zu glauben, Ihre Angehörigen könnten für Sie handeln, wenn Sie aufgrund einer schweren Erkrankung, eines Unfalls oder wegen nachlassender geistiger Kräfte im Alter nicht mehr dazu in der Lage sind, eigene rechtlich verbindliche Entscheidungen zu treffen.

Wenn Sie für solche Fälle keine Vorsorge getroffen haben, kann das Betreuungsgericht einen Berufsbetreuer für Sie bestellen.

Selbst wenn in solchen Fällen Angehörige oder Vertrauenspersonen den behandelnden Ärzten Ihren Willen mitteilen, so ist dieser nicht verbindlich.

Damit Ihre Wünsche und Ihr Selbstbestimmungsrecht  gewahrt bleiben, empfiehlt  sich der Abschluss entsprechender Vorsorgeverfügungen.

Oftmals entstehen hierbei Verwirrungen, da solche Verfügungen nur dann wirksam umgesetzt werden können und dürfen, wenn einerseits  die  rechtlichen Voraussetzungen beachtet werden und andererseits der Adressat der Vorsorgeverfügung, insbesondere der behandelnde  Arzt Ihren konkreten Willen  auch erkennen kann.

Gerade bei Ankreuzformularen entsteht oftmals der Eindruck, dass der Verfasser  -als er die Verfügung aufsetzte-   keine ausreichende  Kenntnis von Inhalt und Reichweite der Verfügung hatte, zum Beispiel da er keine Kenntnis von der Bedeutung verschiedener medizinischer Begriffe in den Formularen  hatte.

Oftmals entstehen Ängste und Unsicherheiten, beispielsweise die Angst vor einem qualvollen Tod bei Entfernen  einer PEG- ( Magen-)sonde durch Hunger und Durstgefühle oder einem Erstickungstod bei Abschalten der Herz- Lungen- Maschine.

Allein durch qualifizierte ärztliche Beratung im Vorfeld ist gewährleistet, dass  solche Ängste unbegründet sind. Außerdem ist eine Patientenverfügung nur dann wirksam und wird nur dann umgesetzt, wenn  der Betroffene in Kenntnis der in Betracht kommenden  Umstände eine bewusste Entscheidung für einen bestimmten Fall getroffen hat.

An dieser Stelle treffen viele rechtliche und medizinische Fragestellungen aufeinander, die allein durch eine sinnvolle Kooperation im Rahmen ärztlicher und rechtlicher Beratung zu einer umfassenden zielführenden Lösung führen können.

Silke Morsch und Dr. Sabine Schinke wollen versuchen, Ihnen  dieses sehr aktuelle Thema anhand von praktischen Beispielen aus dem Klinikalltag, sowohl aus rechtlicher als  auch aus medizinischer Sicht zu veranschaulichen.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme !

Silke Morsch , auch Fachanwältin für Familienrecht, kanzlei@w-rus.de und

Dr. med Sabine Schinke, Ärztin, Geriatrie, Bethanienkrankenhaus Heidelberg, sschinke@bethanien-heidelberg.de

Eintritt: 5,- €     (inklusive Infomaterial)